Gedankliche Momentaufnahmen und Dauerbrenner

aus meinen Werken

 

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Die Gegensätze in mir selbst zu vereinen, bedeutet, dem Absurden in mir einen neuen Raum zu gewähren.  

Viele Menschen

sind unentwegt damit beschäftigt,

die Bilder der Vergangenheit

den Perspektiven der Gegenwart anzupassen,

statt mit den inneren Bildern

schon einmal die Zukunft

im Jetzt zu verändern.

Auch schwere Zeiten

haben die Verpflichtung,

ihre Minuten

im Sechzigsekundentakt ordentlich einzuhalten

Die Natur

ist die Künstlerin,

aber der Mensch

der Erkennende

Nichts ist peinlicher

 

als die Kritik eines Kritikers,

 

der den von ihm

 

kritisierten Zusammenhängen

 

selbst nicht

 

intellektuell gewachsen ist.

 

Scheitern ist kein Gesetz,

aber ein häufiger Zustand

auf einem langen Weg. 

 

 

 

Nahrung,

 

die nicht vor dir wegläuft

 

und die dich nicht angreift,

 

ist vermutlich

 

gut verdaulich

 

 

 

 

Da, wo der Narr zum Weisen wird,

macht sich der Weise nicht zum Narren. 

 

 

 

Irren kann jeder,

aber Einsicht braucht innere Größe

 

Widersprüche

 

lösen sich dort auf,

 

wo sich verklemmte Gedanken

 

mittels klarer Gefühle entwirren.

 

 

Die Wissenschaft

 

von der Naivität der Mitmenschen

 

hat ihr dreigeteiltes Headquarter

 

in der Psychologie, der Werbewirtschaft

 

und Religion zugleich aufgeschlagen.

 

Will man etwas

 

vom Göttlichen erfassen,

 

muss der Intellekt komatös ruhen.

In der Monogamie

 

erlernt man

 

die Kunst der Kompromisse,

 

in der Polygamie

 

die Kunst der Raffinesse.

Wer beim vielen Denken nicht

 

rechtzeitig den 6. Gang einlegt,

 

sollte sich nicht wundern,

 

wenn es zm Getriebeschaden

 

im Frontallappen kommt.

Legenden

überleben deshalb so lange,

weil sich ihre Inhalte

durch ungenaue Übertragung

flexibel verändern.

 

 

 

Weil Kunst

 

Können voraussetzt,

 

können so wenige

 

Kunst. 

 

 

In den Stunden

des nackten Entsetzens

tropfen die Sekunden

wie langsam fließender Honig

in die Gegenwart.

 

 

 

Moral

verhält sich zu Moralin

wie die

Liebe

zur Verliebtheit.

 

 

 

Das lüsterne Spiel mit der Macht

ist besonders fein gewürzt,

je genauer man weiß,

was alle anderen nicht wissen.

 

 

Manchmal muss man gehen,

 

um sich nicht zu entfernen.

Ist das Schicksal im Spiel,

braucht man niemanden

und nichts zu suchen,

sondern wird gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christa Schyboll

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(c) Christa Schyboll, 2017