Im Herzen des Paradoxons

 

 

Ich mag die Logik. Sie ist rein, klar und ziemlich unkompliziert, wenn man ihr nur zu folgen weiß. Ich mag sie, weil sie mich schon so oft aufs Wesentliche zurückgeführt hat. Sie ist wie ein erfrischender Sommerregen, der alles wegspült, was die innere Hitze vorab in mir verursachte: all dieses Durcheinander an Möglichkeiten, all diese Alternativen, die am Ende keine waren, ach … was schreibe ich. Ihr wisst es doch selbst!

 

 

Ich mag die Fantasie. Sie ist unlogisch, wirr, regt mich an, regt mich auf, und hin und wieder regt sie mich sogar ab. Ich muss nur tief genug in sie einsteigen. Dann ist die Logik futsch. Manchmal ist das gut. Manchmal ist das schlecht.

 

Was ich an der Fantasie mag, ist, ihr all jene Geheimnisse entlocken, die ich der Logik zum Geschenk mache. Ich erweitere die Logik, indem ich die Fantasie erweitert nutze. Ich liebe es, Geheimnisse zu haben, allein nur schon, um sie entzaubern zu können. Denn ich bin gern eine Zauberin. Und nur Zauberinnen können entzaubern.

 

Das Entzaubern ist nicht immer leicht. Es braucht die Gabe, die Logik mit der Fantasie auf eine Weise zu versöhnen, wo eine jede ihr Gesicht und ihre Würde wahrt. Das ist ein Geben und Nehmen von beiden.

 

Nimmt die Logik die Geheimnisse der Fantasie, muss sie etwas zurückgeben. Ich bin die Mittlerin. In solchen Fällen schenke ich de Fantasie von jener Substanz des Logischen, aus dem sie neue Mythen bauen darf.

 

Wie sie das macht?

 

Das braucht das Paradoxon. Das ist weder Logik noch Fantasie. Das ist das Einzige, das wirklich zählt. Das ist die Verbindung zwischen zwei Unmöglichkeiten, die sich möglich machen.

 

Das ist mein Spiel.

 

Christa Schyboll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir alle wissen: Zwischen Recht und Gerechtigkeit klafft oft eine schmerzlich gewaltig tiefe Lücke. 

 

Und wir wissen auch: Wirklich gute Meldungen sind leider rarer als das Böse, Unmenschliche und Unerträgliche.

 

Allein das ist ein Grund für den Umstand, sich hier doch einmal kurz darüber zu freuen, dass einer der syrischen Folterer nun in Deutschland verurteilt wurde.


Die Einzelheiten und Hintergründe sind der Tagespresse zu entnehmen.

 

Aber auch: Nicht nur Syrien foltert!

Nicht nur Diktatoren und Regime - sondern oft auch "demokratische" Staaten, indem sie sich anderer Staaten und ihrer Schergen bedienen...

 

Wachsam sein, bleibt unser aller Aufgabe und Pflicht.

 

Kann man als Einzelner was tun?

 

Natürlich, man kann es immer. Man könnte z.B. Menschenrechtsorganisationen stützen. Man kann Leserbriefe schreiben, denn vielleicht brauchen auch Richter hin und wieder Zuspruch?

Man kann konzentriert gute Gedanken senden, damit dem Bösen mehr und mehr der Raum entzogen wird.

 

Nicht viel? - Nun ja, alles beginnt mit ersten Schritten

 

 

 

 

 

 

 

So anders sein

 

Ich kenne nur Individualisten.

 

Doch nur wenige sind unter ihnen, die auch schon realisieren, was sie längst sind.

 

So sind viele von ihnen noch Masse,

die ihr eigenes Herausstechen aus derselben noch nicht bemerken.

 

Sie fühlen sich dort noch sicher, geborgen, wohl.

Ich jedoch sehe sie bereits in ihrer eigenen Zukunft, die für mich bereits jetzt ist.

 

Es beruhigt mich, um ihr fortschreitendes Entwickeln zu wissen.

Ihr schrittweises Auswickeln aus dem Kokon des noch Unbestimmten, das seinem Ziel entgegenstrebt.

 

Ihr Entfalten, Erblühen … verwelken.

 

Wie all das auch bei mir.

 

Christa Schyboll

 

 

 

 

 

 

Abwesende Anwesenheit

 

 

Anwesenheit hat doch nicht immer nur allein

 mit der Physis im Raum zu tun.

 

Anwesenheit ist

verwebte Schwingung in Schwingung.

 

Ein-sich-Verstehen ohne Worte.

 

Anwesenheit ist auch

schweigendes Umeinander-Wissen.

 

 

 

Christa Schyboll

 

 

 

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(c) Christa Schyboll, 2017