NEUERSCHEINUNGEN

2021 - 2022

 

 

 

Neu: Was ein Leser dazu meint:

 

Spannung, Tiefgründigkeit und Drama vermischen sich im Roman „Gottes Magd und Teufels Braut“ von Christa Schyboll mit der intensiven Auseinandersetzung der Protagonistin über das Wesentliche im Leben. Freiheit und Gott, Sex und Moral, Würde und Tod spielen eine tragende Rolle.


Die Autorin hat mit ihrem Buch all jenen Frauen ein Denkmal gesetzt, die in ihrer Jugend sexuell missbraucht braucht wurden. Sie lässt den Leser teilhaben am Lebensweg und den Gedanken einer Frau, deren Leben durch diese frühe Erniedrigung geprägt worden ist.
Gleich zu Beginn wird der Leser in das Geschehen so hineingezogen, dass er unbedingt weiterlesen will. Es ist ein spannendes Buch, zum einen wegen seiner Handlungsabläufe, zum anderen wegen der zum Nachdenken anregenden Reflexionen der Protagonistin, der Nonne Benedicta, deren bürgerlicher Name Linda ist. Wer nun ein frommes Buch erwartet, wird eines anderen belehrt.

 

Erzählt wird ein Leben, das voller Brüche ist, geprägt von der Vergewaltigung durch einen Freund der Familie, der auf diabolische Weise Linda zwingt zu schweigen, und endend auf einer Krebsstation.


Im Roman erzählt Benedicta ihre Lebensgeschichte einer jungen Frau, Hannah, die sie eines Nachts mit dem Auto angefahren hat. Hannah ist zunächst eine unwillige Zuhörerin, wird jedoch bald von den Ereignissen, die ihr anvertraut werden, in den Bann gezogen. Bewegt nimmt sie Anteil am Schicksal Benedictas / Lindas und ahnt noch nicht, wie sie selbst aus den Fugen ihres Lebens herausgeschleudert werden wird.


Der Leser erfährt durch die Erzählungen den gesamten traurigen Lebensweg Lindas / Benedictas und lernt ihre Wegbegleiter kennen, die ihr helfen, sie aber auch ausbeuten und zu vernichten drohen. Er nimmt an Gesprächen über Lüge und Moral teil, erlebt die Hoffnungen und Ängsten Lindas / Benedictas mit, ihr Hochgefühl und ihre Niedergeschlagenheit und schließlich ihr Lebensfeuer, das wärmen und verbrennen kann. Er folgt den Gedanken über Liebe und Hass, Schuld und Vergebung, in denen die Protagonistin ihr Leben und Tun reflektiert und begleitet den Heilungsprozess der Wunden, die ihr das Leben zugefügt hat.


Er versteht ihren Entschluss, ein Leben im Kloster zu führen, der nicht von einem tiefen Glauben, sondern von eigennützigen Motiven geleitet ist, schließlich aber für sie ein Rückzug aus einem Leben voller Widersprüche und Verletzungen wird. Doch dabei bleibt die Autorin nicht stehen. Sie zeigt auf, wie aus diesen Verletzungen aufgrund erweiterter Sichtweise über das Menschliche, die Schöpfung und die Erfahrung einer neuen Geisteshaltung eine ganz neue Kraft der Liebe zum Leben erwachsen kann, welche die Protagonistin dankbar und erfüllt an die Mitmenschen zurückgibt.


Im Medium ihres Romans gelingt es der Autorin besonders in den letzten Kapiteln den Leser für bedenkenswerte philosophische und theologische Gedanken zu öffnen, die ihn über die Lektüre des Buches hinaus begleiten können.

 

Neuerscheinung bei epubli:

 

Zum Inhalt:

 

Familienvater, Systemadministrator, Sinnsucher und verhinderter Schriftsteller auf dem Weg zu seiner wahren Bestimmung verstrickt sich  immer tiefer in einen Dschungel von Täuschungen und Chaos.

 

Kein Wunder, dass die Psychiatrie zur Zwischenstation wird, die mit erstaunlichen Begegnungen aufwartet und Karls Leben eine drastische Wende gibt.

 

Er wird zum Verbrecher und entführt eine Rocksängerin. Noch ahnt er nicht, dass sie beide ein ähnliches Schicksal von Sinnleere teilen, jedoch auf unvergleichliche Art. Als Karl sich der Polizei stellen will, dreht Lisanna den Spieß um und entführt ihren Entführer.

 

Tja, wie dämlich kann ein Mann sein?


Ein wahnwitziges Road Movie durch Europa und die Wildheit der Pyrenäen beginnt, das mehr ist als nur eine Flucht in der Außenwelt. Seele und Geist, Träume und Zukunftspläne werden dabei auf eine harte Probe gestellt. Auf die beiden Sinnsucher warten geheimnisvolle Erkenntnisse, die sie zu radikalen Schritten ermutigen.


Der unbändige innere Drang nach Erkennen der komplexen Zusammenhänge des eigenen Schicksals zwingt beide dazu, sich jenen zentralen Lebensfragen zu stellen, die geeignet sind, endlich im Zentrum des eigenen Seins authentisch anzudocken.


Das Leben ist halt irre kompliziert, wenn man in einem engen Fass voller Verpflichtungen hockt. Doch ist die Grenzmarkierung zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen Realität und Fiktion tatsächlich für uns alle immer klar erkennbar?


Bei diesem Roman handelt es sich um eine erweiterte Neubearbeitung des 2012  nur kurzfristig  im (ehemaligen) fhl-Verlag erschienenen Debütromans "Jenseits der Dunkelwelt", der im Handel lange Zeit nicht mehr erhältlich war.

Es gab viele ermutigende, erfreuliche Resonanzen. Eine lesenswerte davon aus Lovelybooks:

"Entführte entführt Entführer - Wie dämlich kann Mann sein?"


Der Roman "Jenseits der Dunkelwelt"  (Titel der Neuauflage: "Von der irrwitzigen Flucht ins Zentrum des Seins") der Autorin A.C. Schyboll, aus dem Verlagshaus fhl, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Ein Roman der aus der Menge der neuen deutschen Debüts herausragt, nicht nur durch den humorvollen Inhalt, dem tollen Schreibstil, sondern auch mit der listigen Art, der deutschen Gesellschaft mit einem Augenzwinkern den Spiegel vorzuhalten!


Karl Sandhauser ist Anfang 40, gutaussehend und charismatisch, Vater von drei Kindern, Ehemann einer sehr aktiven und attraktiven Frau, erfolgreich im Beruf und ohne grössere Sorgen.
Ohne grössere Sorgen? Weit gefehlt! Denn Karl lebt in Deutschland und hatte mal einen Lebenstraum: Schriftsteller wollte er werden, berühmte Stücke wollte er schreiben und damit die Welt ein wenig verbessern.
Während des Literaturstudiums lernte er allerdings seine Ehefrau kennen, wurde Vater und musste sich -wie man es von Mann und Vater erwartet- um den Lebensunterhalt kümmern.
Auf ein Kind folgen zwei weitere und während seine Frau mit der Aufgabe ihres Studiums und der Rolle der Mutter und Ehefrau sehr gut klar kommt, ist für Karl der Lebenstraum, der in ihm schlummert, unendlich weit in die Ferne gerückt.
Aber eben nicht vergessen!
Und je älter er wird, desto mehr drückt ihn die Erkenntnis, dass er nicht das tut, was seine Bestimmung ist, sondern das, was die deutsche Gesellschaft, seine Frau, die Kinder und Arbeitskollegen von ihm erwarten.
Und er sucht nach Auswegen, denn es gibt Werke, die geschrieben werden müssen! Und sei es im Gefängnis!

Ich muss sagen, ich habe mich wunderbar amüsiert! Der Schreibstil erinnert an Tom Sharp, speziell im "Puppenmord", ist aber doch so eigen, dass ich fast sagen möchte, dieses Buch gefällt mir um Längen besser.
Kaum habe ich angefangen zu lesen, zauberte sich ein Lächeln auf mein Gesicht, ein Grinsen, ein Lachen, ich hatte von Minute an wunderbare Laune und grübel nach Beenden des Buches immer noch, wie die Autorin dies geschafft hat!


Sie schildert die Figuren so liebevoll, so intensiv, dass man als Leser der festen Meinung ist, Karl hat in seinen verqueren Gedanken absolut recht!


Er ist Opfer der Gesellschaft!
Und jetzt mal ganz ehrlich! Steckt nicht in jedem von uns ein bisschen Karl? Haben wir nicht alle schon Träume aufgegeben, weil es eben grade nicht passt, was sollen denn die anderen denken?
Wer sich auf die sympathische Familie Sandhauser einlässt, der wird verstehen, dass Karl nicht viel Wahl hat. Aber so ein Plätzchen im Gefängnis zu ergattern ist für einen ehrenwerten Mann gar nicht so einfach. Der erste Versuch ging "natürlich" schief, macht nichts, er versucht es nochmal!


Und da kommt dann die fantastische Genialität der Autorin!
Was kann ein Mann denn verbrechen, damit er für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis kommt, wo er endlich Ruhe vor Ehefrau und Kindern hat, ohne dass er morden muss?
Richtig, er entführt!


Aber was passiert, wenn Entführte ins Grübeln kommt und feststellt, dass auch sie unfrei ist, ebenfalls verdonnert, ein Leben nach Erwartung von Gesellschaft zu führen und plötzlich gar nicht mehr gefunden werden möchte?


Also, ich wünsche mir für dieses Buch zahlreiche Leser, die ebenfalls einmal, wenigstens einmal, über ihre Freiheit innerlich und äusserlich nachdenken wollen, diesen subtilen Humor in wirklich jedem Satz wahrnehmen wollen und sich entführen lassen in die Gedankenwelt eines Karl, ich liebe ihn!, der doch so alles hat und wesentliches vermisst.

 

Ich glaube, ich fange das Buch gleich nochmal von vorne an!
Vielen Dank auch für das wunderschöne Cover, ich entscheide mich für die sonnige Seite!

 

 

 

Mentale Überhitzungen - bei epubli

 

›Mentale Überhitzungen‹ bietet eine Fülle teils kritischer, teils tiefsinniger, teils humorvoller Sprüche und Aussagen »aus dem Gefangenenlager Schule und weiteren Kampfzonen des Lebens«.

 

Hier gibt es ausgekochte Gedanken, spitzfindige Sichtweisen wie auch Gewichtiges für Körper und Geist. Ebenfalls ausreichend mentale Frischluft, falls irgendwo eine Gefahr von hirnaktiver Überhitzung lauert.

 

Die kurzen Texte und Sprüche zum Querdenken sind in diesem Werk vor allem auf das Themenspektrum Schule, Schüler, Lehrer und Lernen fokussiert.

 

Das Gejammer über das Benehmen der Jugend ist uralte Tradition, der schon Sokrates mit seinem berühmten Spruch frönte. Der große griechische Denker bekommt deshalb in diesem Werk auch posthum einen Brief ins Pantheon gesandt, der ihm die heutige Lage zwischen aufmüpfigen Jugendlichen und besserwisserischen Erwachsenen aufzeigt.

 

Hat sich da tatsächlich einiges verändert? Oder ist es am Ende noch schlimmer geworden? Stimmt es denn wirklich, dass die Jugend überwiegend faul, frech und unverschämt ist? Die Lehrer wiederum gemein, ungerecht und ständig maulend über alles, was man als Schüler vollbringt? Und dann noch die Eltern – eine wahre Plage, die sich überall aus dem Tal der Ahnungslosen einmischt? Ist also die Schulzeit eine gesammelte Katastrophe von Zeiteinheiten, die all die berühmten und später höchst erfolgreichen Schulabbrecher wie Einstein, Bill Gates, Quentin Tarantino, Christian Wulf, Joschka Fischer oder Nena clever verkürzten?

 

›Mentale Überhitzungen‹ ist ein aphoristisches Werk, das in keiner Redaktion für Schul- oder Abitur-Zeitungen fehlen sollte. Ein kleines mentales Schatzkästlein für all die gewichtigen Reden von Eltern, Lehrern und Schülern, die im Laufe eines langen Schülerlebens sich über die gesamte Schulgemeinde unvermeidlich ergießt. Doch auch Lebensweisheiten außerhalb der Schule sind in neuen Aphorismen zu finden, die man sich ruhig hinter die Ohren schreiben darf, besser aber noch, versteht, ergreift und lebt.

 

Neuerscheinung bei epubli

 

Zum Inhalt:

 

Das, was wir Zeit nennen, ist ein Phänomen, das uns in seinem Ablauf immer wieder neu erstaunen lässt.

 

Mal zäh, mal rasant scheint uns Menschen je nach Gefühlslage die Zeit zu verlaufen, die dennoch korrekt ihren Rhythmus einhält. Sie narrt uns, beglückt uns und ist zugleich dennoch nur eine Hilfskrücke im Raum, mit der wir unseren Alltag, unsere Termine leichter organisieren und auch unsere menschliche Geschichte besser erfassen können.

Manchmal schenkt sie uns jene besonderen Momente des Lebens, in denen wir uns ihr enthoben fühlen und einen winzigen Hauch der Ewigkeit erahnen.

Die Zeit zwischen Geburt und Tod ist jene, der wir jedoch auch Qualitäten abringen können, wenn wir sie in ihrem Wesen besser als bisher verstehen und mit ihr eine neue Symbiose eingehen. Dazu müssen wir den rechten Zeitpunkt erfassen, der für  das Tun oder das Lassen vorteilhaft zu nutzen ist.

 

Hilfestellung gibt uns hierbei unser kritischer Verstand im Verbund mit einem untrüglichen Gefühl für den richtigen Moment des Handelns.

 Eingebettet in die Zeit sind unsere Lebensrhythmen, Geburt und Sterben, unsere Erlebnisse im Raum und mit den Mitmeschen, der magische Gegenwartsmoment, die Bedeutung des Kalenders und der Sinn von Geburtstagsfeiern sowie spannende Fragen nach dem Tod und der Ewigkeit.

 

 In über hundert Textvariationen widme ich mich dem Phänomen der Zeit – eingebettet als ein Tropfen im Meer der Ewigkeit – in Aufsätzen und Essays, sowie auch lyrisch und aphoristisch.

 

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(c) Christa Schyboll, 2017