10. Vertrauen in die Weitsichtigkeit der Politik

hier: Klima-Kleber

 

Härtere Strafen müssen her! Das fordern mehr und mehr Politiker gegen die Umtriebigkeit der Klima-Rebellen, die nichts anderes im Sinn haben, als ein kollektives Wachrütteln angesichts der unzureichenden politischen Maßnahmen gegen den Klimawandel: weltweit.


Deshalb wird eben auch nicht nur Köln-Bonn bestreikt oder Frankfurt, sondern auch Oslo, London und viele andere sollen noch folgen.

 

Die Schäden sind jeweils immens. Die Schäden am Nervenkostüm aller Betroffenen nicht zu beziffern. Und erreichen werden sie vermutlich nichts!... Jedenfalls nichts in der Sache, um die es ihnen - übrigens zu Recht - dabei geht. Die Methode ist falsch, weil das Ungute mit dem Unguten bekämpft wird.

 

Doch lassen wir diesen Fehler der Aktivisten mal kurz beiseite und fragen nach den weltweit verantwortlichen Politikern. Ist ihnen zu vertrauen? - NEIN!

 

Natürlich, den meisten sind die Hände gebunden, weil das Geflecht von Verantwortung, freiem Handeln, Verträge, Erwartungen, finanzielle und gesellschaftliche Folgen bei dieser und jener Maßnahme so kompliziert verschlungen ist, dass es beim Versuch des Entwirrens nur noch mehr Knoten ins Gehirn knüpft. Die missliche Lage, in die wir uns selbst gebracht habe, wurde einfach zu lange verdrängt. Und weil es nun eh (fast?) zu spät ist, bleibt man weiter zögerlich, aus den bekannten Gründen eines ganz anderen Protestes, der dann droht. Nicht von der Handvoll Klima-Rebellen, sondern von den Gesellschaften an sich. Das Hemd ist eben noch näher als die Hose und die Gegenwart wichtiger als die Zukunft. Die in der Zukunft würden dem allerdings nicht zustimmen - sofern sie denn noch eine Zukunft bekommen.

 

Das Thema des richtigen Handelns bleibt deshalb auch so kompliziert, weil es tatsächlich auf jeden einzelnen Erdenbürger ankommt sowie gleichzeitig zum Kollektiv mit allen politischen, technischen, finanziellen und gesetzlichen Werkzeugen, die möglich wären.

 

Doch hier versagt die Fantasie aller.

Und kommt einer mit guten Ideen, dann ist er in den Augen der anderen bloß ein Fantast.

 

Auf diese Weise kommen wir nie konstruktiv weiter, sondern wuseln und pusseln uns immer tiefer in eine Verstrickung, die fatale Folgen für die Menschheit haben wird.

Wie gern würde ich doch mal wieder schreiben: Ja, ich vertraue!
 

 

 

9. Vertrauen in Schiedsrichter

EM 2024

Nein!

 

Weil: Sie sind halt Menschen. Menschen irren.

Auch wenn sie es nicht wollen.

Die treffen Fehlentscheidungen, die sie selbst nicht immer übersehen.

Ob sie dabei auch von Emotionen bewusst oder unterbewusst geleitet werden,

wissen wir nicht. Aber es ist nicht auszuschließen.

So sind wir Menschen halt.

Wir wollen fair sein, alles richtig machen - aber es geling allzu oft nicht.

Ist das etwa unsere Schuld oder ein Fehler in der Matrix oder hat die Schöpfung beim Geschöpf Mensch gepennt?

Nichts davon. Alles ist gut.

Wir sind Lernende.

Bedeutet: Wir wissen extrem vieles noch nicht.

Nicht einmal unsere eigenen Fehler sind immer klar zu erkennen.

Selbst dann nicht, wenn sie uns nachgewiesen werden.

Wir sind Lernende, davor aber auch Sturköpfe, Dummköpfe, Menschen.

 

Es hat schon alles seine Ordnung,

weil es letztlich logisch ist. Logisch im Sinne von folgerichtig.

Wer nicht alles weiß, macht Fehler.

Und der Hauptvertreter dieser Eigenschaft

ist und bleibt der Mensch.

 

Gibt es Hoffnung?

JA. Unbedingt.

Aber man muss mit extrem langen Zeiträumen rechnen.

Sagen wir Jahrmillionen!

 

 

 

 

 

 

8. Vertrauen in die EU-Wählerschaft?

 

Nein!

Und das ärgert mich!... Denn es fühlt sich schon ziemlich arrogant an, 350 Millionen Mitwählern die Wahlkompetenz in Zweifel zu ziehen. Doch nichts davon ist arrogant! Und ich weiß auch, dass umgekehrt eine große Menge Menschen sicher meiner Wahlentscheidung misstrauen würden. Im Grunde sogar jeder, der anderer Auffassung ist, als ich selbst. Das ist natürlich und normal - und zugleich auch für mich: fatal, aber hinzunehmen. Das nennt man Demokratie!

 

Weshalb misstraue ich? - Weil ich dem politischen Niveau der derzeitigen Menschheit zu sehr misstraue. Sowohl von Seiten der zur Wahl stehenden Politiker - wie aber auch der Wählerschaft, die unteren ersteren wählen oder es bleiben lassen muss.

 

Schaut man wach und kritisch auf die Ergebnisse in der Realität, sieht es mit allzu vielem gesellschaftlich, wirtschaftspolitisch, militärisch usw. bitterböse aus. Egoistisch, dilettantisch, auf den schnellen Erfolg bezogen oder den persönlichen Machterhalt, die abzugreifenden Pfründe und vieles mehr ist es, das die viele der Europa-Politiker insgeheim oder gar offen steuert. Dementsprechend wird abgestimmt. Und kommt eine wütende Bauernmasse mit giftigen Missgabel-Sprüchen und Forderungen einher, knicken sie ein. Das geht schneller als man ahnt.

 

 Oh nein, liebe Bauern, das ist nichts gegen euch, denn in sehr vielem habt ihr Recht! Die EU ist ein Moloch mit gigantischen Milliarden-Töpfen, der geradezu phantasievoll-phantastisch gelehrt wird. In anderer Weise schädigt euer ländliches Bewirtschaftungssystem das Ganze an sich, das eh schon in einer Labilitätsfalle hängt, die kaum noch aufzufangen ist... Es wäre ein langes, schwieriges, trauriges und komplexes Thema, alle Einzelheiten hier aufzudröseln. Und ihr seid auch nur eines von ganz vielen Beispielen. Nehmt es also nicht persönlich!

 

Ich bin nicht gegen die EU. Im Gegenteil. Ich weiß um die Kraft des WIR, wenn es ein starkes und gesundes ist. Ist es aber nicht. Zerstritten, uneinig und höchst problematisch in Bezug auf die jeweiligen Eigeninteressen. Ich sehe, dass die riesigen Probleme offenbar nicht richtig in den Griff zu bekommen sind, obschon auch kluge, weise, aufrichtige Menschen nach einer Lösung suchen. Doch wie immer: davon gibt es zu wenig. Ihre Lobby ist (noch) zu schwach und wird es vermutlich auch so lange bleiben, bis das EU-Baby im Brunnen liegt.

Und der ist tief und dunkel dazu.

 

Kenne ich die Alternative? - Nein.

Traurig, aber wahr. Ich kenne sie nur im Traum!

 

Ja, ich ärgere mich ein wenig, dass ich schon wieder einmal kein Vertrauen auf dieser Seite aussprechen kann, obschon ich doch genau das möchte!

 

Vertrauen möchte ich. Mehr denn je... Doch es ist sehr schwer, wenn man zugleich in die Wirklichkeit schaut und nichts verdrängt.

 

09.06.2024

 

 

 

 

 

 

7. Vertrauen in die Klimapolitik?

 

Na, ja, sorry - manchmal ist mir halt auch zum Scherzen zumute.

Und dennoch gibt es immer wieder die Aufrechten, die nichts als das Konstruktive für alle Menschen im Sinn haben. Ihrem Tun vertraue ich. Doch wer ist korrupt? Und wer stellt sich erfolgreich ehrlich, human? Wir werden es niemals erfahren. Was wir aber erfahren werden, sind die Auswirkungen des Nicht-Tuns, der Zögerlichkeit, der weltweiten Egoismen und der vielen verfahrenen Karren über die Jahrhunderte, wo man von alldem noch nicht viel wusste, aber konsequent falsch handelte, weil allein der eigene Vorteil im Fokus aller Bemühungen stand.

 

 

 

 

 

6. Vertrauen in die EU?

 

Nein, ich vertraue ihr nicht. Und nein, ich vertraue auch keinem der Nationalstaaten blind.

Denn die EU ist ein Gebilde. Wie die Nationalstaaten auch. Es setzt sich aus Millionen von Einzelwesen zusammen, die wiederum ihre Vertreter gemäß ihres Durchblicks wählen. Hier hinein ist mein Misstrauen groß.

 

Wen wählen sie?

Zumeist diejenigen Personen und Parteien, die sich das geschickteste Image der Beliebtheit zulegen. Die Wünsche zu erfüllen versprechen, nach denen sich das Ego sehnt. Doch meist sehnt sich das Ego am Ende vergeblich. Was übrigens nicht immer das Schlechteste ist.

 

Wer Macht will, weiß: Die Menschen sind unentwegt verführbar. Und wer sie verführt, bekommt den größen Happen der Macht. So ist es nun einmal.

Doch zum Glück für uns alle, ist auch diese Welt buntgestrickt.

 

Trotz Misstrauen werde ich wählen.

Was ich wähle, kann immer nur ein Kompromiss sein.
Doch wenigstens dem, will ich zunächst mein Vertrauen schenken. Wissend, wie schwer es ist, in Demokratien, die auch von der Verführbarkeit der Nichtinformierten leben, Weisheit durchzusetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Vertrauen in Fremde

 

Ich wage es mal wieder. Ich kann es nicht sein lassen.

Lasse mich auf einen wildfremden Menschen ein, von dem ich nichts weiß.

Lade ihn ein, lerne ihn kennen. Aber was heißt das schon: Kennern?

Wann kennt man schon einen anderen Menschen wirklich?

Zumal einen, dessen Leben sich in einem völlig anderen Kulturkreis abspielte,

der prägend war, so wie auch unserer prägend ist.

Nicht das Trennende, das Verschiedene darf jetzt im Mittelpunkt stehen,

wenn man Vertrauen aufbauen möchte.

Gegenseitig und für ein kreatives gemeinsames Projekt.

Da muss zunächst das Gemeinsame gefunden werden. Die Übereinstimmung

Das zueinander Passende.

Darauf lasse ich mich einmal wieder neu ein.

Es ging zu früheren Zeiten auch schon einmal schief.

Ich vertraute Worten, denen leider nicht zu vertrauen war.

Vertrauen wurde sehr enttäuscht. Aber das kann nun einmal passieren.

Nicht alle Versprechen können immer gehalten werden.

Manch einer übernimmt sich in seinem Wollen, seinen Ehrgeiz.

Überschaut seine eigenen Möglichkeiten nicht,

klingt seine Begrenzung aus. Und schon ist es dann auch aus?

Jetzt ein neuer Versuch.

Ein neuer Mensch.

Ein neues Projekt.

Kein Versprechen.

Aber ganz viel guter Wille.

Und trotzallem viel Vertrauen.

 

12.05.2024

 

 

 

 

4. Vertrau trotzdem!

 

Für nicht wenige Menschen ist es eine Herausforderung.

Vielleicht sogar mehr: Eine Zumutung.

Vertrauen in den Tod? Ins eigene Sterben?

Ich sage JA dazu. Aber ich weiß auch, wie problematisch

das für all jene Menschen ist, für die mit dem Tod alles aus ist.

 

Dennoch bringe ich meinen Beitrag über das Erleben des Sterbens auf dieser Seite unter. Sterben gehört mit ins Leben, wie auch eine Geburt.

Beides braucht unbedingtes Vertrauen,

damit Frieden in die eigene Seele

einziehen kann. Und für beides gibt es keine Gewissheit.

 

Das Fehlen von jeder Gewissheit ist

die Geburtsstätte des Vertrauens!

 

21.4.2024

 

Du kommst.

Du gehst.

Du bleibst doch immer.

Ein vorübergehendes Adieu.

 

Was sagt man zu einem sterbenden Menschen?- Nein, es gibt kein allgemeingültiges Rezept. Wie auch! Denn Sterben ist ein genauso individueller Prozess wie eine Geburt und das dann verlaufende eigene Leben zwischen diesen beiden Polen.

 

Dennoch werden viele von uns früher oder später mit dem Tod eines nahen Angehörigen oder eines lieben Menschen aus dem engsten Umfeld von dieser Frage tangiert. Dann sitzen wir vielleicht am Bett des Versterbenden, der jedoch noch klar bei Bewusstsein ist. Doch wie geht man damit um, wenn er sich zugleich nicht mehr äußern kann? Was ist ihm zumutbar, was nicht? Was verletzt seine Würde und wie viel Wahrheit verträgt er, verlangt er, fordert er von uns ab, ohne es zugleich auch offen sagen zu können? Was erwartet er von uns, was erhofft er sich?Und was können wir angesichts der Dramatik selbst geben?

 

Es sind schwierige Fragen. Keine ist eindeutig zu beantworten. Auf so vieles kommt es an. Zum Beispiel auf die Beziehung zwischen dem Sterbenden und sich selbst. Auf die Kenntnis seines Lebens, die mal umfangreich, mal nur unzureichend gegeben sein kann. Doch wie soll man all dieses Intime dann wissen, die Gedanken erraten, die letzten Wünsche des Herzens erlauschen?

 

Nicht wenige Menschen, die Sterbende begleiten, werden dann elementar auf eine Ohnmacht zurückgeworfen, die zu denken gibt und geben sollte! Eine Ohnmacht, der man sich stellen soll und muss, weil man viel aus dieser Situation lernen kann. -  Aufs feine Abspüren kommt es nun an. Kann man es schon?  Auf die Kontaktnahme von Seele zu Seele, wem immer das dann möglich ist. Nur die Wirklichkeit zeigt, wo man steht.

 

Ob es mir selbst gelungen ist? Ich weiß es nicht, ich kann es nur hoffen. Wenn man Glück hat, bekommt man Zeichen. Eindeutige Zeichen. Ich hatte dieses große Glück im traurigen und unvermeidlichen Prozess. Das Bewusstsein funktionierte nämlich noch. Der Mund konnte noch ein JA hauchen. Auch schwache, leise Minisätze, wie "sehr schön", "freut mich", "sehr gut"… Solche Äußerungen waren es, die so unendlich wichtige Information gaben, dass man ein letztes Mal Freude schenken und miteinander auch teilen durfte. Flankiert von immer wieder leichtem Händedrücken als Zeichen der inneren Zustimmung und tiefen Verbundenheit.

 

Was sagt man?... Es war in meinem Fall die Kombination von scheinbar Banalem, das dennoch so wichtig für den Moment war, und zugleich von Tiefe, die über das eigene Leben weit hinaus geht. Zum Beispiel die Freude darüber, dass die eigenen Kinder (nun Erwachsene!), die eine beeindruckend würdevolle und liebevolle Begleitung des Sterbenden trotz eigener großer Belastungen meisterten, während der schweren Tage  gut mit Essen versorgt werden, damit sie für den wichtigen Prozess bei Kräften bleiben.

 

Ist Essen etwa wichtig, wenn jemand stirbt? Ja. Jedenfalls ab einem gewissen Erschöpfungszeitpunkt an. Doch darum ging es natürlich nicht, sondern viel wichtiger,  dass jemand nun in eine Bresche sprang für etwas, dass man selbst nicht mehr tun konnte: Zuwendung im Alltäglichen des Seins, das auch von den Lebenden Kraft erfordert. Jetzt sind einmal andere Menschen dran und sie erfüllen ihre Aufgabe…, erlebt man das als Sterbender, dann kann man leichter, beruhigter gehen. Die Begleiter werden begleitet... und alles begleitet zum letzten Gang.

 

Oder beispielsweise die Erinnerung an das gemeinsame Schöne, das man erlebte. Realitäten, Wahrheiten,  die auch jetzt noch genau erinnert werden konnten, weil sie einst doch so intensiv waren: Es war gut, das Schöne miteinander erlebt zu haben.

 

Oder die bange Frage: Habe ich alles dafür getan, dass auch meine (erwachsenen) Kinder Krisen meistern können. Denn Krisen bleiben keinem Menschen in seinen vielen Reifeprozessen während des Lebens erspart. Denn woran soll der Mensch denn wachsen, wenn nicht an der Meisterung des Schweren? --  

 

Ja! Sie können es! Und wie…! Du hast das Beste gegeben. Und es hat starke und gesunde Früchte getragen. Diese Bestätigung, dass man durch alle Tiefen und Höhen des Lebens hindurch, durch all die Sorgen, Ängste und Bedenken, ganz wunderbare Menschen großgezogen hat, die in der Stunde des eigenen Sterbens das Wesentliche leisten: Das gibt die Kraft zur Akzeptanz zum eigenen Tod. Dann kann man leichter gehen.

 

Es gibt Todesphasen. Ob sie jeder durch macht und bis zum Ende schafft, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß auch nicht, wie sie offiziell benannt werden, aber ich beobachte immer wieder neu, dass es häufig zunächst die Phasen von Verdrängung sind – des nicht wahrhaben Wollens dessen, was ist. Die grausame Realität der tödlichen Diagnose. Dann kommt bei vielen die Ignoranz, die sich noch einmal eine Spur anders anfühlt als die Verdrängung… Nicht selten stellt sich danach die Aggression mit der Gretchenfrage ein: Warum ausgerechnet ich? Warum jetzt? Warum so schlimm? Was habe ich nur getan, falschgemacht usw…? Das kann schon große Wut und Verzweiflung bergen. Doch irgendwann kommt der Fatalismus, der in eine Gelassenheit mündet. Und hat man diesen vorläufigen Höhepunkt erreicht, kommt die Akzeptanz… Der Schlüsselmoment des Sterbens. Die Zeit der Bereitschaft, in Frieden und tiefem Einverständnis zu gehen. Ganz im Reinen damit, was gerade passiert. Etwas ganz Wesentliches ist in seinem Kern verstanden worden. 

 

Der Tod als Übergang … und keinesfalls als ein Ende – so man dies schon im Herzen als Wahrheit erkennen kann. Letztlich ist alles ein Bleiben, auch wenn es uns als Kommen und Gehen in Zeit und Raum erscheint.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Vertrau!?

 

Ein neuer Beitrag auf dieser Seite, der nicht von "Ansichtssache" übernommen wurde.

Wie so oft: Aus der Spontaneität geboren. Subjektiv, unfertig. Weil: fertig ist ja nie etwas. Wie auch!

 

Also die Sache mit dem Vertrauen. Mein Kopf kann das gut. Mein Herz ist ein Schlawiner. Es misstraut meinem Kopf, der sehr gute Argumente für die Vernunft auf Vertrauen hat.

 

Mein Kopf kann da stundenlang oder seitenweise gute Gründe für anführen. Mein Herz zögert. Wankt, schwankt, glimmt auf und ab wie ein Glühwürmchen. Es bleibt verunsichtert.

 

Warum nur diese Spaltung, die niemand will und die niemandem nützt?

Wenigstens diese Antwort ist leicht: Weil Uneinigkeit noch der Status zwischen Intellekt und Gefühl ist. Weil noch keine durchgreifende Harmonie zwischen den beiden Ebenen hergestellt werden konnte. Weil alles in Punkto Vertrauen noch im Argen liegt?

 

Warum?

Die Antwort ist auch nicht so schwer. Es ist die Angst. Oder die Sorge, je nach Tiefe des Gedankens, den das Gefühl letztlich ja auch akzeptieren muss. Es ist fast immer die Angst, die uns hemmt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Denn wer völlig angstfrei ist, ist das personifizierte Vertrauen schlechthin.

 

Vertrauen wo hinein?

In die Richtigkeit allen Seins.

Im festen Wissen darum, dass uns immer nur das Richtige passiert. Sei es sanft oder hart. Schmerzhaft oder mit Glück erfüllt.

 

Oh, ich höre es! Da schreien viele Menschen auf!

Und was ist mit der Ungerechtigkeit? Gibt es diese etwa nicht?

Jein.

Auf Erden gibt es sie doch in Massen. Aber in der erweiterten Wirklichkeit gibt es den Ausgleich. Das mag für Menschen zur irdischen Lebenszeit nur absurd erscheinen und auch kein Trost sein.  Für Menschen zum Beispiel, die sich - auch jenseits einer bestimmten Religion - als universelles Wesen im Ewigkeitsraum verstehen, zwischendurch mit unverzichtbaren menschlichen Erfahrungen im Raum von Polarität und Dualität ertüchtigt, wird es denkbar, fühlbar, glaubwürdig. Da wird Vertrauen nach und nach etwas leichter. Doch leicht ist es nicht.

Finde ich!

30.3.24

 

(c) Christa Schyboll

 

 

 

 

 

 

 

2. Vertrau?

 

 

Diese Seite wird sich vermutlich nur sehr langsam füllen. Das Problem besteht schon im Begriff des Vertrauens. Wie wollen und sollen wir alle Vertrauen lernen in einer Zeit, wo auf absolut nichts mehr Verlass ist. Einzig vielleicht noch auf die Tatsache, dass wir alle unweigerlich irgendwann dem Tod entgegengehen.

 

Und ist etwa dem Tod zu trauen, zu vertrauen? Macht das Sinn?

 

Es bleibt eine ganz persönliche Frage des Glaubens und der inneren Haltung. In manchen Fällen ist es auch mehr als nur "Glaube". Eine gesteigerte innere Gewissheit, die man in sich tragen kann oder auch nicht. Einen Beweis gibt es jedoch nicht, ob und was uns nach dem Tod erwartet oder nicht.

 

Anlässlich dieser Frage möchte ich den Beitrag vom 13.3.24 hier einstellen, der meine derzeitige Sichtweise zu Leben in Tod in persönlicher und knapper Form widerspiegelt:

 

Und dann fühlte ich mich

ganz, ganz klein

 

Ein Telefonat. Ein mir ganz lieber und nahestehender Mensch schwebt in seiner letzten Balance zwischen Leben und Tod.

 

Er weiß es. Spricht darüber. Ruhig, leise, unprätentiös. So, als wäre es normal.

Ist es ja auch, das Sterben. So wie das Leben.

 

Dennoch: Steht man selbst am Scheideweg, weiß nicht, wie viele Wochen oder Tage noch bleiben, ist es ein anderes, als nur darüber zu schreiben.

 

Die Tiefen, die man für sich selbst bewegt, kann kein anderer Mensch wirklich erahnen.

 

Die vielen Phasen zwischen Hoffnung und Verzweiflung teilt man dann mit niemandem mehr.

 

 Und jeder andere Mensch, der sich nicht im gleichen Prozess befindet, fühlt sich: klein.

 

Klein, angesichts der Größe, die der andere in seinen letzten Zügen lebt und so tapfer zeigt.

 

So klein, so ohnmächtig… wie wir anderen uns fühlen, die wir nicht wirklich helfen und trösten können… und dennoch! Eines wird uns immer verbinden: Nicht nur das gemeinsame Leben mit den vielen Höhen und Tiefen, sondern vor allem auch der Glaube an den Sinn des Lebens.

 

Wer dem Leben Sinn geben kann, muss ihn auch dem Tod geben können. Sonst würde der Sinn des Lebens doch völlig sinnlos sein.

 

Denn ein Leben mit Sinn und ein sinnloser Tod, der im Nichts endet, schließt sich doch von vorn heraus völlig aus.

 

Auch Leben und Sterben entbehren nicht der Logik, selbst wenn man es "Glaube" nennen mag. Entweder macht beides Sinn … oder nichts.

 

Ich weiß: Unser Leben macht Sinn. Also macht es auch unser Tod. Und das bedeutet logischerweise,  dass der Tod nur Übergang, Wandlung ist. Das Leben geht weiter. Auch wenn wir diesen neuen Zustand im Leben noch nicht wirklich kennen und erfassen können, so ist er doch allen Menschen greifbar vor Augen, die Sinnhaftigkeit im Leben erlebt und auch erschaffen haben.

 

Das verbindet stark. Vor allem dann, wenn man sich über diese Dinge immer wieder neu ausgetauscht hat und letztlich frohen Herzens sagen kann:

Alles ist sinnerfüllt. Alles wird gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Vertrau!

 

Dass unsere Welt aus Widersprüchen besteht, erlebt jeder von uns Tag für Tag. In der Welt polarer Erscheinungen ist dies normal und wir haben uns anzupassen, wollen wir an den Widersprüchen nicht verrückt werden.

 

Einer der Widersprüche im Internet ist die Tatsache, dass ständig davor gewarnt wird, sensible Daten über sich selbst herauszugeben. Vor allem die sozialen Medien sind dabei die Schaubühne des Lebens schlechthin, die leider auch zur Schaubühne des Verbrechens werden kann. Der Grund für all diese Dauerwarnungen liegt auf der Hand: Missbrauch lauert an jeder Ecke. Alles kann schnell gegen einen selbst verwendet werden, kann lästige oder auch böse Konsequenzen nach sich ziehen. Kann teuer, ungemütlich, gar kriminell werden, auch man selbst doch reinen Herzens ist.

 

Dann wiederum sollen wir aber auch Vertrauen ins Leben haben, sollen unseren Mitmenschen und uns selbst vertrauen. Wie aber, wenn man nichts von einander weiß, sich nicht einschätzen kann, weil jeder aus Angst vor Missbrauch alles im Nebulösen lässt, gar absichtlich auf falsche Fährten führt.  In einer Zone jener Unerfindlichkeit, die keinen Zugang zum wahren Wesen des anderen zulässt und nicht einmal darum ahnt, wie positiv auch das Mitmenschliche zu gestalten wäre. Wie wir uns alle gegenseitig fördern könnten...

 

Vertrauen und Misstrauen geben sich also ständig die die nächste Staffel in die Hand, mit der wir losrennen, das Leben zu erkunden… dabei zu lieben, zu leiden, zu staunen, uns zu irren und uns dennoch weiterentwickeln wollen.

 

Seien wir also niemals naiv!

Seien wir wachsam und erlernen wir

neues Vertrauen -

zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Schritt.

 

Ich wünschte mir eigentlich ein Leben in vollständiger Transparenz. Da weiß jeder, woran er mit jedem Mitmenschen ist. Unterschiedslos. Es wäre ehrlich, klar und gäbe Zeugnis über die Wirklichkeit eines jeden Individuums ab. Gleichzeitig weiß ich darum, welche Voraussetzungen es dafür bräuchte und das wir diese auf lange Zeit noch nicht haben (können, werden). Hohe Hürden, die starke Charaktereigenschaften fordern.

 

Der Hauptgrund hierfür liegt vor allen Dingen in der noch unzureichenden Moral, Wissen eben nicht zu missbrauchen, sondern selbstverständlich und auch gern zu konstruktiven Möglichkeiten einzusetzen. Beispiel: Jemand zeigt Talent? Es wäre sofort aufzugreifen und zu fördern. Eifersucht darauf?... Ein emotionales Relikt aus grauer Vergangenheit. Jemand zeigt Schwächen? Na und? Haben wir diese nicht alle? Auch hier wäre eine Förderung der noch unentdeckten Stärken doch ganz wunderbar für jeden Menschen. Verurteilungen, weil etwas noch unzureichend ist? Das gehört in die Schublade der alten Barbarei unter den Menschen, wie sie leider heute noch gang und gäbe ist.

 

Noch sind wir nicht soweit. Irgendjemand muss in unserer Welt des Misstrauens und des Verrats, des Missbrauches und der schieren Gemeinheit dennoch aktiv neues Vertrauen fassen, zeigen, dass es auch gute Möglichkeiten der Transparenz gibt, wenn wir nur aufmerksam genug daran arbeiten und das Ganze mit all seinen auch Gefahren im Blick behalten.

 

Diese kleine Rubik soll eine Seite des Vertrauens und der Offenheit werden.

Die Themen können vielfältig sein.

 

Hier kommen unter anderem auch persönliche Dinge zu Wort, die zuvor für eine kurze Zeit auf der Seite "Ansichtssache" erschienen sind, aber nicht so schnell einer Löschung anheimfallen, wie die anderen Texte, für die der Platz auf Dauer nicht reicht.

 

In loser Reihenfolge stelle ich Themen hier ein, die im Wesentlichen die Kernfrage berühren: Wollen wir uns nicht besser kennenlernen, um uns gegenseitig mehr zu fördern, zu schützen, zu schonen und zu stärken? –

 

Wollen wir nicht viel mehr darauf vertrauen, dass nicht immer das Böse, Üble, Gefährliche einer Möglichkeit die Oberhand gewinnt, sondern letztlich das Gute siegt, weil es das Wahre und Stärkere auf Dauer ist?

Einzelbeiträge von mir aus der Rubrik Ansichtssache, die sich mit einem der oben benannten Themenkomplexe befassen stelle ich hier unten nach und nach ein:

 

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