3. Vertrau!?

 

Ein neuer Beitrag auf dieser Seite, der nicht von "Ansichtssache" übernommen wurde.

Wie so oft: Aus der Spontaneität geboren. Subjektiv, unfertig. Weil: fertig ist ja nie etwas. Wie auch!

 

Also die Sache mit dem Vertrauen. Mein Kopf kann das gut. Mein Herz ist ein Schlawiner. Es misstraut meinem Kopf, der sehr gute Argumente für die Vernunft auf Vertrauen hat.

 

Mein Kopf kann da stundenlang oder seitenweise gute Gründe für anführen. Mein Herz zögert. Wankt, schwankt, glimmt auf und ab wie ein Glühwürmchen. Es bleibt verunsichtert.

 

Warum nur diese Spaltung, die niemand will und die niemandem nützt?

Wenigstens diese Antwort ist leicht: Weil Uneinigkeit noch der Status zwischen Intellekt und Gefühl ist. Weil noch keine durchgreifende Harmonie zwischen den beiden Ebenen hergestellt werden konnte. Weil alles in Punkto Vertrauen noch im Argen liegt?

 

Warum?

Die Antwort ist auch nicht so schwer. Es ist die Angst. Oder die Sorge, je nach Tiefe des Gedankens, den das Gefühl letztlich ja auch akzeptieren muss. Es ist fast immer die Angst, die uns hemmt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Denn wer völlig angstfrei ist, ist das personifizierte Vertrauen schlechthin.

 

Vertrauen wo hinein?

In die Richtigkeit allen Seins.

Im festen Wissen darum, dass uns immer nur das Richtige passiert. Sei es sanft oder hart. Schmerzhaft oder mit Glück erfüllt.

 

Oh, ich höre es! Da schreien viele Menschen auf!

Und was ist mit der Ungerechtigkeit? Gibt es diese etwa nicht?

Jein.

Auf Erden gibt es sie doch in Massen. Aber in der erweiterten Wirklichkeit gibt es den Ausgleich. Das mag für Menschen zur irdischen Lebenszeit nur absurd erscheinen und auch kein Trost sein.  Für Menschen zum Beispiel, die sich - auch jenseits einer bestimmten Religion - als universelles Wesen im Ewigkeitsraum verstehen, zwischendurch mit unverzichtbaren menschlichen Erfahrungen im Raum von Polarität und Dualität ertüchtigt, wird es denkbar, fühlbar, glaubwürdig. Da wird Vertrauen nach und nach etwas leichter. Doch leicht ist es nicht.

Finde ich!

30.3.24

 

(c) Christa Schyboll

 

 

 

 

 

 

 

2. Vertrau?

 

 

Diese Seite wird sich vermutlich nur sehr langsam füllen. Das Problem besteht schon im Begriff des Vertrauens. Wie wollen und sollen wir alle Vertrauen lernen in einer Zeit, wo auf absolut nichts mehr Verlass ist. Einzig vielleicht noch auf die Tatsache, dass wir alle unweigerlich irgendwann dem Tod entgegengehen.

 

Und ist etwa dem Tod zu trauen, zu vertrauen? Macht das Sinn?

 

Es bleibt eine ganz persönliche Frage des Glaubens und der inneren Haltung. In manchen Fällen ist es auch mehr als nur "Glaube". Eine gesteigerte innere Gewissheit, die man in sich tragen kann oder auch nicht. Einen Beweis gibt es jedoch nicht, ob und was uns nach dem Tod erwartet oder nicht.

 

Anlässlich dieser Frage möchte ich den Beitrag vom 13.3.24 hier einstellen, der meine derzeitige Sichtweise zu Leben in Tod in persönlicher und knapper Form widerspiegelt:

 

Und dann fühlte ich mich

ganz, ganz klein

 

Ein Telefonat. Ein mir ganz lieber und nahestehender Mensch schwebt in seiner letzten Balance zwischen Leben und Tod.

 

Er weiß es. Spricht darüber. Ruhig, leise, unprätentiös. So, als wäre es normal.

Ist es ja auch, das Sterben. So wie das Leben.

 

Dennoch: Steht man selbst am Scheideweg, weiß nicht, wie viele Wochen oder Tage noch bleiben, ist es ein anderes, als nur darüber zu schreiben.

 

Die Tiefen, die man für sich selbst bewegt, kann kein anderer Mensch wirklich erahnen.

 

Die vielen Phasen zwischen Hoffnung und Verzweiflung teilt man dann mit niemandem mehr.

 

 Und jeder andere Mensch, der sich nicht im gleichen Prozess befindet, fühlt sich: klein.

 

Klein, angesichts der Größe, die der andere in seinen letzten Zügen lebt und so tapfer zeigt.

 

So klein, so ohnmächtig… wie wir anderen uns fühlen, die wir nicht wirklich helfen und trösten können… und dennoch! Eines wird uns immer verbinden: Nicht nur das gemeinsame Leben mit den vielen Höhen und Tiefen, sondern vor allem auch der Glaube an den Sinn des Lebens.

 

Wer dem Leben Sinn geben kann, muss ihn auch dem Tod geben können. Sonst würde der Sinn des Lebens doch völlig sinnlos sein.

 

Denn ein Leben mit Sinn und ein sinnloser Tod, der im Nichts endet, schließt sich doch von vorn heraus völlig aus.

 

Auch Leben und Sterben entbehren nicht der Logik, selbst wenn man es "Glaube" nennen mag. Entweder macht beides Sinn … oder nichts.

 

Ich weiß: Unser Leben macht Sinn. Also macht es auch unser Tod. Und das bedeutet logischerweise,  dass der Tod nur Übergang, Wandlung ist. Das Leben geht weiter. Auch wenn wir diesen neuen Zustand im Leben noch nicht wirklich kennen und erfassen können, so ist er doch allen Menschen greifbar vor Augen, die Sinnhaftigkeit im Leben erlebt und auch erschaffen haben.

 

Das verbindet stark. Vor allem dann, wenn man sich über diese Dinge immer wieder neu ausgetauscht hat und letztlich frohen Herzens sagen kann:

Alles ist sinnerfüllt. Alles wird gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Vertrau!

 

Dass unsere Welt aus Widersprüchen besteht, erlebt jeder von uns Tag für Tag. In der Welt polarer Erscheinungen ist dies normal und wir haben uns anzupassen, wollen wir an den Widersprüchen nicht verrückt werden.

 

Einer der Widersprüche im Internet ist die Tatsache, dass ständig davor gewarnt wird, sensible Daten über sich selbst herauszugeben. Vor allem die sozialen Medien sind dabei die Schaubühne des Lebens schlechthin, die leider auch zur Schaubühne des Verbrechens werden kann. Der Grund für all diese Dauerwarnungen liegt auf der Hand: Missbrauch lauert an jeder Ecke. Alles kann schnell gegen einen selbst verwendet werden, kann lästige oder auch böse Konsequenzen nach sich ziehen. Kann teuer, ungemütlich, gar kriminell werden, auch man selbst doch reinen Herzens ist.

 

Dann wiederum sollen wir aber auch Vertrauen ins Leben haben, sollen unseren Mitmenschen und uns selbst vertrauen. Wie aber, wenn man nichts von einander weiß, sich nicht einschätzen kann, weil jeder aus Angst vor Missbrauch alles im Nebulösen lässt, gar absichtlich auf falsche Fährten führt.  In einer Zone jener Unerfindlichkeit, die keinen Zugang zum wahren Wesen des anderen zulässt und nicht einmal darum ahnt, wie positiv auch das Mitmenschliche zu gestalten wäre. Wie wir uns alle gegenseitig fördern könnten...

 

Vertrauen und Misstrauen geben sich also ständig die die nächste Staffel in die Hand, mit der wir losrennen, das Leben zu erkunden… dabei zu lieben, zu leiden, zu staunen, uns zu irren und uns dennoch weiterentwickeln wollen.

 

Seien wir also niemals naiv!

Seien wir wachsam und erlernen wir

neues Vertrauen -

zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Schritt.

 

Ich wünschte mir eigentlich ein Leben in vollständiger Transparenz. Da weiß jeder, woran er mit jedem Mitmenschen ist. Unterschiedslos. Es wäre ehrlich, klar und gäbe Zeugnis über die Wirklichkeit eines jeden Individuums ab. Gleichzeitig weiß ich darum, welche Voraussetzungen es dafür bräuchte und das wir diese auf lange Zeit noch nicht haben (können, werden). Hohe Hürden, die starke Charaktereigenschaften fordern.

 

Der Hauptgrund hierfür liegt vor allen Dingen in der noch unzureichenden Moral, Wissen eben nicht zu missbrauchen, sondern selbstverständlich und auch gern zu konstruktiven Möglichkeiten einzusetzen. Beispiel: Jemand zeigt Talent? Es wäre sofort aufzugreifen und zu fördern. Eifersucht darauf?... Ein emotionales Relikt aus grauer Vergangenheit. Jemand zeigt Schwächen? Na und? Haben wir diese nicht alle? Auch hier wäre eine Förderung der noch unentdeckten Stärken doch ganz wunderbar für jeden Menschen. Verurteilungen, weil etwas noch unzureichend ist? Das gehört in die Schublade der alten Barbarei unter den Menschen, wie sie leider heute noch gang und gäbe ist.

 

Noch sind wir nicht soweit. Irgendjemand muss in unserer Welt des Misstrauens und des Verrats, des Missbrauches und der schieren Gemeinheit dennoch aktiv neues Vertrauen fassen, zeigen, dass es auch gute Möglichkeiten der Transparenz gibt, wenn wir nur aufmerksam genug daran arbeiten und das Ganze mit all seinen auch Gefahren im Blick behalten.

 

Diese kleine Rubik soll eine Seite des Vertrauens und der Offenheit werden.

Die Themen können vielfältig sein.

 

Hier kommen unter anderem auch persönliche Dinge zu Wort, die zuvor für eine kurze Zeit auf der Seite "Ansichtssache" erschienen sind, aber nicht so schnell einer Löschung anheimfallen, wie die anderen Texte, für die der Platz auf Dauer nicht reicht.

 

In loser Reihenfolge stelle ich Themen hier ein, die im Wesentlichen die Kernfrage berühren: Wollen wir uns nicht besser kennenlernen, um uns gegenseitig mehr zu fördern, zu schützen, zu schonen und zu stärken? –

 

Wollen wir nicht viel mehr darauf vertrauen, dass nicht immer das Böse, Üble, Gefährliche einer Möglichkeit die Oberhand gewinnt, sondern letztlich das Gute siegt, weil es das Wahre und Stärkere auf Dauer ist?

Einzelbeiträge von mir aus der Rubrik Ansichtssache, die sich mit einem der oben benannten Themenkomplexe befassen stelle ich hier unten nach und nach ein:

 

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